Zwei Kugeln Glück mit Sahne – Roberta Gregorio

Wer meine Rezension zu ‚das Glück schmeckt nach Zitroneneis‘ gelesen hat weiß, ich liebe Eis und kann ziemlich heikel sein, außerdem mag ich eigentlich keine Liebesgeschichten. Ich kann diesem ‚kriegen sie sich oder nicht‘ nicht viel abgewinnen und liebe Bücher mit Überraschungseffekt. Deswegen war ich vor dem Lesen auch etwas skeptisch, denn meine Erwartungen waren so hoch, dass sie eigentlich nur enttäuscht werden konnten. Aber alle Sorgen waren umsonst. Ich bin direkt mit Aurora in ihre gescheiterte Ehe eingetaucht, habe sie nach Maratea begleitet und habe Tränen weggeblinzelt, nachdem sie ihrer Familie gestanden hatte, dass sie die Eisdiele der Familie verkaufen würde. Ich habe mit ihrer Familie gespannt gewartet, ob der gutaussehende Nando es schaffen würde, sie zu überzeugen ihre Zukunft in der heimischen Eisdiele zu suchen.

Meine Bewertung des Buches kann einfach nicht objektiv sein, denn dazu habe ich mich viel zu sehr in Aurora wiedergefunden bzw. sie beneidet. Vielleicht hätte ich dieses Buch schon vor zehn Jahren lesen sollen, denn es vermittelt das, was ich nach dem Studium vergessen hatte: wenn es einen Ort gibt, an dem du dich wohl fühlst, eine Tätigkeit, die dich glücklich macht und bei der du den ganzen Tag von glücklichen Menschen umgeben bist, dann gibt es keinen Grund weg zu gehen und das zu tun, von dem du glaubst, dass irgendwer es erwartet.

Ganz klar: *****

Ich danke Roberta Gregorio für die Zurvergügungstellung des äußerst bewegenden Leseexemplars.

Schreibe einen Kommentar