Weltgeschichte to go – Hörbuch

Was kann man von einem Hörbuch erwarten, dass sich in nur etwas mehr als fünf Stunden, mit der gesamten Weltgeschichte befassen will? Sicher kann man nicht davon ausgehen, danach ein Geschichtsprofi zu sein, mit Jahreszahlen glänzen zu können oder etwas gänzlich Neues gelernt zu haben. Auf eine kleine Auffrischung habe ich gehofft, vielleicht auf ein paar Themen, die heute wieder besondere Bedeutung haben und klar, unterhalten werden, wollte ich auch.

Dein Einstieg ist mir recht schwer gefallen. Zwar habe ich das Buch extra nicht beim Autofahren, sondern beim Putzen und Bügeln gehört, mein Problem kam also nicht durch fehlende Konzentration, sondern durch den Leser. Ich mag Christoph Maria Herbst einfach nicht. Keine Ahnung warum, aber ich war genervt. Trotzdem hat mich das Hörbuch dann ziemlich schnell gefangen.

Der Autor hat von vorn herein keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhoben, sondern Prioritäten gesetzt. Zu meinem Glück haben die sich mit meinen eigenen gedeckt. Mag daran liegen, dass wir den gleichen Lehrplan im Geschichtsunterricht hinter uns haben oder von den gleichen Themen schon viel zu viele Dokus gesehen haben oder woran auch immer. Das ist das Schöne am älter werden. Manchmal ist es einfach ok eine Meinung zu haben, auch wenn es keinen Grund dafür gibt. Das macht andere Themen nicht weniger wichtig oder interessant, ich muss auch nicht so tun als ob, ich muss mich aber auch nicht damit beschäftigen. Wert legt der Autor dagegen auf Zusammenhänge, ‚was verbindet die Römer mit den Griechen? Was unterscheidet sie?‘, ‚woher kommt das menschliche Streben nach Erkenntnis?‘. Statt sich chronologisch durch die Geschichte zu arbeiten, sammelt Alexander von Schönburg immer wieder verschiedene Ereignisse oder Personen unter interessanten Themen zusammen. Eine Herangehensweise, die mir sehr gut gefallen hat.

Mich würde ja die Zielgruppe dieses Buchs interessieren. Regelmäßig versucht der Autor Begriffe rein zu bringen, die wohl sehr cool und modern wirken sollen, für mich jedoch nur befremdlich waren. Redet jemand wirklich so? Hier würde mich interessieren, ob jemand von euch das Buch gelesen hat. Wirken all diese ‚coolen‘ Anglizismen auch so schlimm, wenn sie nicht so übertrieben betont werden?

Viel Neues habe ich durch dieses Hörbuch nicht gelernt, aber das war auch sicher nicht der Anspruch. Unterhaltsam war es ganz zweifelsfrei, nur begeistern konnte es mich allein wegen dem Leser nicht. Somit von mir: ***

Schreibe einen Kommentar