Venezianische Schatten – Daniela Gesing

Commissario Brassoni findet eine verstörte junge Frau, die auch körperlich in einem desolaten Zustand ist. Kurz darauf wird eine Leiche entdeckt und es gibt keinen Zweifel: der Commissario sucht einen Serientäter. Während die Polizei noch keine Spur hat, ist der Mörder bereits auf der Suche nach seinem nächsten Opfer.

Venezianische Schatten beginnt zwar mit der gleichen liebevollen Beschreibung seiner venezianischen Handlungsorte, jedoch deutlich spannender als sein Vorgänger. Nach den ersten Seiten war ich völlig Begeistert und dann? Dann wird der Mörder bekannt gegeben (zumindest jedem, der Venezianische Delikatessen gelesen hat) und die Spannung ist raus. Zwar habe ich mir kurz gedacht, dass es nicht sein kann, denn das wäre zu einfach und vorhersehbar, aber jeder kommende Hinweis zielte in die gleiche Richtung.

Die Bezüge, die zu den Vorgängerbüchern gestellt werden, halte ich für übertrieben. Bei den teilweise angedeuteten Dramen handelte es sich für mich nur um Nebensächlichkeiten, die für das aktuelle, sowie für das vorherige Buch ohne große Bedeutung sind. Ehrlich gesagt glaube ich sogar, dass einem dieses Buch besser gefällt, wenn man noch keine der anderen Fälle von Commissario Brunetti kennt. Ich habe den Verlauf der Spannungskurve und der Ermittlungen für recht ähnlich wie in ‚Venezianische Delikatessen‘ empfunden. Ohne das Buch gelesen zu haben, währe dieser Kriminalroman wahrscheinlich deutlich weniger vorhersehbar gewesen.

Kritisch anmerken muss ich, dass sich die Autorin teilweise sehr oft wiederholt und auch ein paar Flüchtigkeitsfehler sind noch drin. Genaue Beispiele gebe ich jetzt nicht, denn ich will nicht zu viel vorweg nehmen 😉

Von mir 🥂🥂

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