Totenlied – Tess Gerritsen

(Kostenlose Werbung) In Rom entdeckt die Musikerin Julia alte Noten, die sie schon beim Anblick in ihren Bann ziehen. Als sie das Stück zuhause das erste Mal spielt, wird sie von ihrer Tochter Lily unterbrochen. Das sonst so liebe und glückliche Kind steht mit blutigen Händen vor seiner Mutter…

In einer zweiten Zeitstrecke führt und Tess Gerrits in das Venedig von 1938, an den Ort der Entstehung dieses alten Walzers. Dieses Musikstück, das scheinbar das Schlimmste in der dreijährigen Lily hervorruft, wurde von einem jüdischen Geiger geschrieben.

Es fällt mir unglaublich schwer, meine Emotionen zu formulieren. Eigentlich mag ich keine mystischen Bücher, eigentlich mag ich auch keine Bücher die sich mit dem Holocaust beschäftigen und eigentlich … tja, eigentlich stellt dieses Buch meine Meinung über mich und meinen Buchgeschmack auf den Kopf!

Der klare und flüssige Schreibstil von Tess Gerritsen hat mich schnell in die Geschichte eintauchen lassen und es ist ihr fast zu gut gelungen, mich emotional mitzunehmen und in die Protagonisten versetzen zu lassen. Bei jedem Zeitwechsel war ich zuerst erleichtert, diese schreckliche Realität zu verlassen. Ich war regelmäßig völlig von meinen Gefühlen übermannt und doch konnte ich das Buch nicht aus der Hand legen.

Ich kann nur bestätigen, was ich schon häufiger auf Instagram gelesen habe: es ist kein Thriller, aber kategorisieren könnte ich das Buch nicht.

Ich danke der lieben Jenny, dass sie mich durch ihre Challenge SubLeichenAbbau2019 dazu gebracht hat, dieses Buch endlich zur Hand zu nehmen!

Eine kleine letzte Frage bleibt in meinem Hinterkopf jedoch unbeantwortet: wo in Rom befindet sich diese Straße, in der so viele Antiquitätenhändler aneinandergereiht sind? Hat jemand von euch eine Idee?

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