Mafia alla cinese – Carlo Lucarelli

Wenn sogar Commissario Montalbano Krimis von Carlo Lucarelli liest, dann sollte ich das auch mal ausprobieren. Mein erster Versuch ist ‚Mafia alla cinese‘ aus dem Fischer Taschenbuch Verlag geworden.

Noch vor seinem ersten Arbeitstag, wird der frisch gebackene Kriminalkommissar Vittorio Zeuge, wie seine Ente von einem kleinen chinesischen Jungen auf einem Motorrad, zu Schrott gefahren wird. Durch Glück kann er ein paar der Zettel einsammeln, die der achtjährige beim Zusammenprall verloren hat. Diese Papiere gehören jedoch zu einem 125 Jahre alten Chinesen.

Auf den ersten Blick irritiert mich die Aufmachung. Aufprallgeräusche werden mit „“QUIIIIEEETSCH BUM! TREFFER!“ dargestellt, die Gedanken des Commissario dagegen zentriert und in Großbuchstaben.

Auch erschien mir der Anfang nicht ganz schlüssig. Zum Beispiel: Vittorio kommt an seinem ersten Tag zu spät, weiß schon ohne Einweisung wo er seinen Schreibtisch findet, dann ohne nähere Angaben Berichte zum Abtippen bekommt, das dann aber nicht tut, sondern in eine andere Abteilung geht um eigene Nachforschungen anzustellen. Hat Vittorio hier schon ein Praktikum absolviert? Das Buch hat nur 120 Seiten und die sind so häufig mit unnötigen Informationen aus Vittorios Schulzeit etc. gefüllt, dass der Autor für meinen Geschmack ruhig ein paar Zeilen hätte investieren können.

Das Thema hätte viel Potential gehabt, geht der Autor doch auf die Situation der illegal nach Italien geschmuggelten Chinesen ein und weitet eine Situation, die Roberto Saviano schon in Ghomorra deutlich gemacht hat, auf den Norden Italiens aus. Leider jedoch, kam für mich nicht viel Neues rüber.

Kurzum: mein erster Versuch, ein Buch von Carlo Lucarelli zu lesen, wird auch mein letzter bleiben.

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