L’ora legale – ab heute sind wir ehrlich

Im Zuge des Cinema Italia habe ich heute die neuste Komödie von Ficarra und Picone gesehen. Wie schon so oft bleiben sie ihrer sizilianischen Heimat treu, diesmal führt es sie nach Pietrammare, dass sich in einem desolaten Zustand befindet: überall Müll und Verkehrschaos. Dann geschieht ein Wunder: kurz vor der Bürgermeisterwahl wird der amtierende Amtsinhaber Gaetano Patanè medienwirksam wegen Amtsmissbrauch und vieler anderer Vergehen von der Guardia di Finanza abgeführt uns so gewinnt der Lehrer Pierpaolo Natoli die Wahl. Schon kurz nach der Wahl wird den Bürgern klar: Natoli hat tatsächlich vor das zu tun, was er im Wahlkampf versprochen hat – und so müssen sich die Bürger der Frage stellen, welchen Preis sie bereit sind zu zahlen für Ordnung und Ehrlichkeit.
Auch wenn ich, wie bei den vorherigen Filmen von Ficarra und Picone (also denen, die ich gesehen habe) aus dem Lachen kaum raus kam, lässt sich der gesellschaftskritische Aspekt nicht leugnen. Die Ähnlichkeit zwischen Patanè und Berlusconi lässt sich nicht leugnen und zeigt wie groß das Risiko ist, dass er doch wieder eine politische Zukunft haben könnte. Die beiden Komiker machen deutlich, wie schwer es wird, die Korruption und die politischen Missstände in Italien zu bekämpfen.
Ich bin ganz begeistert, dass man auf so humorvolle Art ein derart schwieriges Thema behandeln kann, ohne dabei den Betrachter zu sehr abzulenken. Eine Komödie, die mich nicht loslässt, auch nachdem der Vorhang gefallen ist, habe ich selten gesehen.
Von mir: 🥂🥂🥂🥂🥂

Ein Kommentar bei „L’ora legale – ab heute sind wir ehrlich“

  1. Toller Film!

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