Leserückblick 2018

Ein frohes 2019 euch allen! Ich habe Silvester krank im Bett verbracht…hoffen wir mal, dass das Jahr nicht so weiter geht. Aber so hatte ich Zeit, über mein Lesejahr 2018 nachzudenken.

Bei 122 gelesenen Büchern ist es gar nicht so einfach, sich für ein Highlight zu entscheiden, aber meine lange Excel Liste, die mein Lesetagebuch und meinen SUB beinhaltet, hilft da 😉

Dieses Jahr habe ich die Commissario Montalbano Romane von Andrea Camilleri für mich entdeckt und 15 Kriminalromane verschlungen, weitere 11 liegen auf meinem SUB schon bereit. Es wundert mich, dass mir Fazios Meldeamttick oder Montalbanos ewig gleiche Spaziergänge nicht langweilig werden. Aber es ist wie die Bohnensuppe meiner Oma: eine liebgewonnene Routine, die irgendwie beruhigt.

Leider sind die Bücher meiner Kindheit nicht mehr in meinem Besitz, sondern wurden irgendwann weitergegeben oder bei einem Umzug aussortiert, ich weiß es nicht. Auf einem Flohmarkt habe ich dann ein Buch von Enid Blytons Dolly Reihe in den Händen gehalten und mich sofort erinnert. Dank Rebuy konnte ich schnell die ersten 16 Bände mein eigen nennen. Ich liebe die alte Sprache, die naive Weltsicht, die jedem einen guten Kern unterstellt und der Glaube an die ewige, große Freundschaft. Zwei Bände fehlen mir noch, aber hier warte ich noch, bis sie etwas günstiger werden 😉

Ein Buch, das mich sehr berührt hat, war ‚der Clan der Kinder‘. Egal wie viel ich darüber lese, es bleibt für mich entsetzlich, wie viele Kinder keinen Zugang zu der Gesellschaft sehen, die uns so selbstverständlich ist. Wir verurteilen den Erwachsenen für die Entscheidungen, die er trifft, doch vergessen wir, dem Kind eine Alternative anzubieten.

Nicht nur thematisch, sondern auch durch seine poetische Sprache hat mich auch ‚Piccola Sicilia‘ sehr berührt. Ein Buch, das mich zum Weinen gebracht, entsetzt, erschreckt und glücklich gemacht hat. Ein Buch, dass so viele wundervolle Sätze beinhaltet, dass es jeden Rahmen sprengen würde sie rauszuschreiben. Ein Buch, das zum Nachdenken anregt und zum Reflektieren zwingt.

Auch ein paar Sachbücher habe es 2018 in meine Leseliste geschafft: Die Müllmafia und „Die Mafia in Deutschland“ sind ein Muss für jeden, der sich für die Thematik interessiert. Beide Bücher waren voller, zumindest mir, neuer Aspekte.

Die viel spannendere Frage ist jedoch: wie ist der Plan für 2019? Als Ziel habe ich mir 100 Bücher gesetzt. Das ist zwar weniger als dieses Jahr, aber ich kam nur auf diese hohe Zahl, weil ich ziemlich oft krank war und dabei das ein oder andere Hörbuch gehört habe, zu dem ich sonst nicht gekommen wäre. Hauptsächlich sollen die Bücher 2019 aus meinem SUB kommen, denn der besteht aus 309 Büchern. Verrückt, oder? Aber ich habe 2018 ein Bücherzimmer bekommen und die Regale wollten gefüllt werden 😉 Zu meiner Verteidigung muss ich außerdem sagen, dass ich dank meiner wundervollen Excel-Bücherliste einen ziemlich guten Überblick über meinen SUB habe und jeden Monat mindestens eine meiner SUB-Leichen lese. Im Januar wird das wahrscheinlich ‚Flammenbrut‘ von Simon Beckett.

Neben meinen Commissario Montalbano Krimis, liegt ‚Alle, außer mir‘ von Francesca Melandri ganz oben auf deinem Lesestapel. Das habe ich schon im September von einer sehr lieben Freundin geschenkt bekommen. Am 29. März erscheint dann endlich ‚Tante Poldi und die schwarze Madonna‘. Bei wenig Büchern habe ich so viel gelacht, wie bei ‚Tante Poldi und der schöne Antonio“ …vielleicht bei den ersten zwei Romanen von Mario Giordano 😉 …ich erhoffe mir also das Beste!

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