La tristezza ha il sonno leggero – Lorenzo Marone

(Kostenlose Werbung) Meines Wissens nach ist ‚la tristezza ha il sonno leggero‘ noch nicht auf Deutsch erschienen, ich hoffe nur, dass sich das bald ändert! Denn mit Erri hat Lorenzo Marone mal wieder einen wundervollen, sympathischen und absolut Imperfekten Protagonisten geschaffen. Aus einer verqueren Familie stammend und frisch von seiner Ehefrau verlassen, werden wir durch die verschiedenen, prägenden Episoden von Erris Leben geführt.

Zwischendrin musste ich mir folgende Frage stellen: Warum ist mir Erri so sympathisch? Ich kann es nicht sagen! Rein rational betrachtet, haben wir es hier mit einem selbstmitleidigen Typen zu tun, der noch mit 40 seine Mutter für vieles verantwortlich macht, dass in seinem Leben schief läuft. Und trotzdem: ich habe mit Erri gelacht, gefiebert und geweint. Woran das lag? Ich kann hier nur vermuten, dass Erri einfach so ‚echt‘ ist, dass ich ihn mögen musste. Ähnlich verhält es sich mit der Story: große Überraschungen oder unerwartete Wendungen sucht man vergeblich, dafür findet man eine Sammlung ironischer, amüsanter und trauriger Momente des Lebens eines Mannes, der sich zeitlebens unsicher und wohl fehl am Platz gefühlt hat.

Ich habe ein paar Tage darüber nachgedacht, was ich über ‚la tristezza ha il sonno leggero‘ sagen kann aber ich muss es kurz machen: von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung, die ich einfach nicht begründen kann.

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