Gretchen – Einzlkind

‚Gretchen‘ dreht sich um zwei Personen: die narzisstische und verrückte Gretchen Morgenthau und um den Einsiedler Kyell. Erstere wird wundervoll ironisch beschrieben, ich habe Tränen gelacht und trotz all ihrer negativen Eigenschaften, muss man Gretchen doch mögen. Kyell dagegen hat mich sehr irritiert. Zwar kommt auch hier der Hang des Autors zur Ironie durch, doch geht mir die Handlung zu weit um noch lachen zu können. Als Beispiel: Kyell vertritt den Tierarzt des Dorfes, da dieser seine Tage zugedröhnt und komatös verbringt. Dummerweise ist Kyell jedoch Physiotherapeut.

Die Protagonisten treffen aufeinander, nachdem Gretchen als Strafe gezwungen wird auf einer einsamen Insel ein Theaterstück zu inszenieren und ihr Kyell als Assistent zugeteilt wird.

Mich hat das Buch nicht gefesselt und ich musste mich ständig zwingen weiterzulesen (oft erfolglos), woran das lag kann ich wirklich nicht sagen. Das Buch steigert sich zum Ende hin stetig und ich bin froh, dass ich mich durchgekämpft habe.

Das Buch zu bewerten fällt mir noch schwerer als es das Lesen war. Ich entscheide mich für 🥂🥂🥂🥂, denn ich kann keinen Schwachpunkt ausmachen, der meine Leseblockade erklären würde. Ich würde mich freuen, eure Meinungen zu dem Buch zu hören.

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