Geboren in San Luca – Antonio Pelle

Heute möchte ich euch ein Buch vorstellen, dass mir persönlich sehr am Herzen liegt: ‚Geboren in San Luca‘, die Aufarbeitung der eigenen Vergangenheit durch Antonio Pelle. Es ist eine Lebensgeschichte, die durch Vorurteile und Diskriminierung nicht einfacher gemacht wurde und die ihren Ursprung  in seiner Herkunft aus San Luca, der N’Dranghettahochburg Kalabriens, findet. Der erste Satz ist bereits bezeichnend für das ganze Buch: „Aber Sie sind doch auch aus San Luca.“

Ohne die Schwarzmalerei, die wir aus der Presse kennen oder die Klischees, die man erwarten könnte, zeichnet Antonio ein Bild des Italiens der 60er Jahre, dass nichts mit der deutschen Toskana zu tun hat, deren Bilder meine Großeltern noch heute hüten. Im Buch finden wir stattdessen ‚echte‘ Bilder, Fotos aus dem Familienalbum der Pelles.

Es ist eine Geschichte vom Aufstehen und Hinfallen, von Mut, Talent, Glück und übers Ohr gehauen werden.

Vor einigen Jahren hatte ich das Glück den Autor persönlich kennenzulernen, sein Buch habe schon vor fast zehn Jahren gekauft und verschlungen. Nachdem ich vor kurzem einen sehr negativen Artikel über Sizilien im Spiegel gelesen habe, war es mir wichtig nochmal etwas Authentisches zu lesen.

Herr Pelle: Danke für ein besonderes Buch, dass Hoffnung macht und zeigt, wie wichtig es ist an sich selbst zu glauben und dass Probleme und Scheitern dazu gehört.

Von mir: 🥂🥂🥂🥂🥂

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