Das Recht zu strafen – Ingo Bott

Auf den ersten Seiten treten sehr viele Personen auf, die kaum vorgestellt werden, was erstmal verwirrt. Ich habe mir eine Übersicht erstellen müssenum etwas Durchblick zu bekommen. Auch der Hintergrund der Handlung bleibt für den Leser erstmal undurchsichtig, aber schnell wird deutlich: ein Unbekannter tötet jeden Freitag eine Frau und kopiert dabei den Tot eines Philosophen.
Unglücklich fand ich die nicht datierten Zeitsprünge. Erst ist Anna entführt und plötzlich lebt die verschwundene Staatsanwältin und ermittelt in den sogenannten Philosophenmorden. Datierungen hätten geholfen um schneller in die jeweilige Situation zu finden. Ich finde es toll, wenn Frauen ermitteln, doch auf den ersten Seiten wirkte es manchmal, als wäre ihr Name das einzig weibliche an ihr. Zu sehr wurde drauf eingegangen wie sie Kollegen abcheckt und auch ihre Ausdrucksweise hat mich irritiert.
Nachdem Teil I wegen der oben erwähnten Punkte schwierig zu lesen war, hat es mir ab Teil II dafür wirklich gut gefallen. Es war, als würde Teil I von einem anderen Autor stammen. Auf einige Zeitsprünge hätte ich weiterhin verzichtet, da zu viel vorweg genommen wurde, aber die Handlung wurde spannend entwickelt und ich hatte sehr lange keine Idee, wer der Täter sein könnte und das mag ich bei einem Thriller. Bis zur letzten Seite ist das Buch unerwartet spannend geblieben.

Von mir gibt es 🥂🥂🥂, aber ich freue mich schon auf das nächste Buch von Ingo Bott.

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