Bacio feroce – Roberto Saviano

(Kostenlose Werbung) Da „bacio feroce“ in Deutschland noch nicht erschienen ist, habe ich es auf Italienisch gelesen. Ich möchte deswegen direkt vorwegnehmen, dass ich dem napolitanischen Dialekt nicht mächtig bin, wodurch ich bei verschiedenen Dialogen meine Schwierigkeiten hatte und meiner Fantasie freien Lauf lassen musste. Bei einem Buch von Roberto Saviano, birgt das jedoch eher Momente der Entspannung. Meine Vorstellungskraft wird nie reichen um auch nur annähernd an die Schrecklichkeit seiner Realität heranzukommen.

Sollte euch dieser Roman, sei es jetzt oder später in deutscher Sprache, in die Hände fallen, so lest bitte in jedem Fall vorher „la paranza die bambini“ bzw. „der Clan der Kinder“. Ohne Überleitung macht dieses Buch da weiter, wo sein Vorgänger aufgehört hat. Dessen Ende (es soll hier unerwähnt bleiben um niemandem die Spannung zu nehmen), hat nicht nur Nicolas verändert.  Die Kinder, so denn sie jemals wirklich Kinder in unserem Sinn des Wortes waren, sind erwachsen geworden. Gewalt müssen sie nicht mehr lernen, sie ist selbstverständlich geworden, denn sie sind in einen Teufelskreis geraten in dem sie nur so das eigene Überleben sichern bzw. es zumindest versuchen können.

Wie schon früher erwähnt, bin ich ein großer Fan der Romane von Roberto Saviano und war auch von diesem Buch begeistert. Einfühlsam geschilderte Schicksale berühren mich mehr, als Fakten es je könnten. Zwar hat „bacio feroce“ mich nicht dermaßen in Tränen und Entsetzen aufgelöst zurückgelassen wie es „der Clan der Kinder“ getan hat, aber  es hat doch sehr viel in mir ausgelöst. Ich will hier jetzt nicht alles wiederholen, was ich schon in anderen Rezis geschrieben habe, deswegen nur: lest es!

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