Amore mortale – Beate Boeker

Carlina, eine 32jährige Besitzerin eines Unterwäschegeschäfts ist verliebt in Stefano, der bei der Mordkommission arbeitet – ein Mord ist also vorprogrammiert. Nach wenigen Seiten hatte ich zwei mögliche Opfer im Auge: Carlinas Cousine Annalisa oder deren Freund Trevor, ein Stammkunde, der im Dessousgeschäft regelmäßig Geschenke für seine aktuelle Affäre kauft. Tja, ich habe mich nicht geirrt. Schade eigentlich, denn es hätte gereicht die zwei Besuche Trevors im Dessousladen wegzulassen und man hätte das Buch nicht mit diesem Gefühl der Vorhersehbarkeit begonnen.

Was für mich nicht passt, ist dass der reiche Amerikaner, der Unsummen für Geschenke und Federhalter ausgegeben hat, sich für das Hotel Garibaldi entschieden hat, handelt es sich hier doch um ein modernes 3-Sterne Hotel, dass nicht zur Beschreibung im Buch passt. Ich kenne Florenz nur flüchtig, aber solche kleinen Unstimmigkeiten sorgen bei mir dafür, dass ich versucht bin auch den Rest der Ortsbeschreibungen zu überprüfen und lenken dadurch vom Wesentlichen ab.

Die Dialoge innerhalb des italienischen Familienclans, zu dem Carlina gehört, haben mir sehr gut gefallen. Hier wird auf humorvolle Art deutlich, dass jedes Familienmitglied für eine (Klischee-) Eigenheit der Italiener steht. Beate Boeker bleibt in ihrer Beschreibung liebevoll und so schließt man diese trubelhafte Familie direkt ins Herz.

Abschließend kann ich sagen, dass nur der Anfang vorhersehbar war und das Buch wirklich sehr süß geschrieben ist, ihm fehlt nur das gewisse Etwas und hat mich nicht mitgerissen. Deswegen gibt es nur 🥂🥂🥂

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